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Rundreise Skandinavien

Einmal quer durch Skandinavien

Acht Wochen Ferien – jede Menge Zeit, um Skandinavien besser kennen zu lernen. Am 1. Juni 2018 ging’s los, zusammen mit Nadine und unseren Hunden Lilith und Amun. Wir hatten weder einen Reiseplan noch eine ungefähre Route geplant. Einzig drei Fixpunkte waren klar: das Nordkap, die Lofoten und der Preikestolen.

In grösseren Städten wie Stockholm, Göteborg oder Oslo verbrachten wir auch mal die eine oder andere Nacht in einem Airbnb, aber die meiste Zeit schliefen wir im Zelt. Das Jedermannsrecht erlaubt es in Schweden, Finnland und Norwegen, sein Zelt für eine Nacht auf fremden Grund aufzustellen und dort zu nächtigen. «Nicht stören, nichts zerstören» lautet dabei die Devise.

Letztendlich führte uns unser Weg grob skizziert durch Dänemark nach Malmö, von wo wir über Kalmar der Ostseeküste entlang durch Schweden und Finnland nach Norwegen ans Nordkap reisten – der erste Fixpunkt. Von dort ging’s weiter über Tromsø auf die traumhaft schönen Lofoten zu Fixpunkt Nummer zwei. Die Lofoten verliessen wir von Å aus mit der Fähre nach Bodø und fuhren ein Stück weit der norwegischen Westküste entlang über Hemsedal und Bergen nach Preikestolen, der dritte Fixpunkt der Reise. Mit Abstechern nach Oslo und Göteborg ging es dann langsam wieder Richtung Heimat.

Ales Stenar (links) in der schwedischen Gemeinde Ystad ist eine der grössten Schiffssetzungen Skandinaviens.

Das Schloss Kalmar (oben) in der schwedischen Stadt Kalmar ist einer der besterhaltenen Renaissanceschlösser in Nordeuropa. Das Schloss geht zurück auf einen 1180 erbauten Verteidigungsturm zum Schutz gegen Piraten und andere Feinde, die von der See her die Stadt bedrohten. Links ein Bild vom Schlosspark in Axmar Bruk.

Moos- und algenbewachsene Steine am Isfjord. Im Hintergrund ist der Isfjordjøkelen zu sehen, ein Teilgletscher des Øksfjordjøkelen. Bis 1949 wurde das Eis der Gletscher von den Fischern und Händlern zur Kühlung des Fangs genutzt.

Typische skaninavische Holzhäuser in Falunrot (Schwedenrot) oder in schwarz. Besonders schön sind die Häuser mit klimaregulierender Dachbegrünung.

Nordkap

Der nördlichste Punkt von Europa ist nicht, wie viele meinen, das Nordkap. Der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes heisst Kinnarodden und liegt auf der Nordkinnhalbinsel, etwas östlich vom Nordkap. Das Nordkap ist aber der nördlichste Punkt Europas, der mit dem Auto erreicht werden kann. Und mit seinem Wahrzeichen, dem Globus, ist es ein wahres Touristenmagnet.
Es liegt in der nach ihm benannten Kommune Nordkapp auf 71° 10′ 21″ nördlicher Breite, 514 Kilometer nördlich des Polarkreises und rund 2’100 Kilometer südlich des Nordpols.

Der Globus – Wahrzeichen des Nordkap

Lofoten

Die Lofoten – eines der Highlights meiner Reise. «Die Schönheit dieses Orts ist schlicht und ergreifend atemberaubend» schreibt der Lonely Planet. 24’000 Einwohner leben hier auf 80 Inseln und zahllose entlegene Fischerdörfer verteilt.

Natur pur und traumhafte Stände wie in der Karibik – auf den Lofoten habe ich mein Herz verloren.

Das Örtchen Reine, welches über mehrere Inseln verteilt liegt, gilt als eines der Schönste auf den Lofoten. Mit rund 300 Einwohnern ist der Ort zugleich auch administratives Zentrum der Gemeinde Moskenes.

Das pittorekske Fischerdorf Hamnøy zählt für mich zu den reizvollsten aller Dörfer auf den Lofoten.

Nebst dem Tourismus ist die Fischerei der Haupterwerbszweig auf den Lofoten. Die Lofoten leben seit 5’000 Jahren vom Fischfang. Und dass sich hier alles um Fisch dreht, ist nicht nur sichtbar, sondern auch riechbar. In Spitzenzeiten werden bis 146’000 Tonnen Kabeljau – auch Skrei genannt – gefangen und zu Stockfisch verarbeitet.

Stockfisch ist durch Trocknung haltbar gemachter Fisch und galt lange Zeit als Arme-Leute-Essen.

Preikestolen

Der Ausblick vom Preikestolen (norwegisch für «Predigtstuhl») über den Lysefjord ist unvergesslich. Und wortwörtlich atemberaubend ist auch der Blick von der circa 25 x 25 Meter grossen Plattform nach unten – die Felskante fällt 604 m senkrecht hinunter in den Lysefjord.

Wer die Aussicht vom Preikestolen alleine geniessen will, dem empfehle ich, entweder nachts hoch zu wandern oder oben sein Nachtlager aufzuschlagen und dann die Morgenstunden zu nutzen. Tagsüber kann es sehr viele Leute haben.